EYP

Debate Club nimmt an der EYP 2019 teil – Unsere Ideen für Europa — Debatten, Resolutionen und Spaß

Der Debate Club des Gymnasium Lehrtes nahm erneut erfolgreich an der zweiten Runde des European Youth Parliament teil. Nachdem im Herbst 2018 die Bewerbung unsers European Debate Club die 70-köpfige, unabhängige Jury, bestehend aus u.a. Mitgliedern des Europaparlaments, überzeugt hatte, wurde die Delegation des Gymnasium Lehrtes als eine der 30 besten Schulen zu den regionalen Auswahlsitzungen eingeladen — ein klasse Erfolg!

Vom 25.4.-28.4.2019 bekam die Delegation des Gymnasium Lehrtes, die aus sieben Schülern des Debate Clubs (www.european-debate-club.com) besteht, die Chance, beim European Youth Parliament ( Europäisches Jugendparlament) an der Regional Selection Conference in Tecklenburg teilzunehmen. Dies wurde vor Allem durch die großzügigen Spenden des Lions´ Club Lehrte möglich gemacht. Im Fokus dieser Veranstaltung lag vor allem das Debattieren über die Sicherheitsrichtlinien in der EU.

Da vor allem die kulturelle Vielfalt beim EYP in Vordergrund steht, gab es am ersten Abend nach einem ganzen Tag Teambuilding, das sogenannte Eurovillage. Dort wurden ca. 15 Länder mit ihren typischen Speisen vorgestellt. Lecker!

Die ungefähr 150 teilnehmenden Schüler wurden in insgesamt neun Committees eingeteilt und hatten die Aufgabe, Resolutionen zu verfassen. So gab es Kommitees, die sich mit Cyber-Mobbing, Online Radikalisierung und noch viel mehr befassten. Dies geschah am zweiten Tag. Wir mussten über unser Thema recherchieren, diskutieren und — das war am schwierigsten –  Kompromisse aushandeln. Die Schwierigkeiten und rechtliche Beschaffenheit des eigenen Themas mussten kurz und knapp zusammengefasst und danach musste für jedes Problem eine Lösung gefunden werden.

Mit ungefähr acht Jugendlichen, die sich erst 24 Stunden kannten und aus ganz Europa kamen, war die Entscheidungsfindung nicht leicht aber man lernte mit der Zeit den respektvollen Umgang miteinander in hitzigen Debatten. Auch wurden während unserer „Committee-Work“ die unterschiedlichen Reden vorbereitet, welche die kommenden zwei Tage während der General Assembly gehalten werden sollten. Dort ging es ganz schön streng zu. Es gab einen genauen Zeitplan und so wurden in zwei Tagen alle Punkte und Resolutionen der einzelnen Commiteesvorgestellt, angegriffen, diskutiert und über sie abgestimmt. Am Ende wurde nur ca. die Hälfte aller Resolutionen anerkannt.

Doch wir mussten nicht nur die ganze Zeit arbeiten, diskutieren und Reden verfassen. Am letzten Abend ging es zum Komitee-Abendessen in die besten Restaurants Tecklenburgs und danach weiter zur „Farewell“ -Party. Das Motto lautete: Bad Taste. Und so feierten wir in den letzten Tag hinein. Zum Abschluss der Zeremonie gab die Jury, die jeden einzelnen bewertet hatte, bekannt, wer alles weitergekommen war.

Und: Drei Schülerinnen unseres Debate Clubs wurden ausgezeichnet und haben nun die Chance auf die Teilnahme am EYP in Zypern als International Delegates.

Regionale Auswahlsitzungen des EYP:

Auf den Sitzungen gibt es eine Jury, die die Ausschussarbeit sowie die Beteiligung während der Vollversammlung beobachtet. Die jeweils drei besten Delegationen sowie Einzeldelegierten werden für die Nationale Auswahlsitzung ausgewählt. Außerdem besteht die Möglichkeit, für Sitzungen im Ausland ausgewählt zu werden.

 

Klaus Perk — Koordinator am Gymnasium Lehrte für den Bereich Internationales und Europa:

„Das diesjährige Abschneiden unserer Delegation ist ein großer Erfolg für die Schülerinnen und Schüler — die harte Arbeit hat sich gelohnt.

Denn: Das EYP ermöglicht es, sich mit politischen Themen kritisch aber immer konstruktiv und mit dem Ziel des politischen Kompromisses auseinanderzusetzen — sprich politisch aktiv zu sein, sich für die eigenen Ideale zu engagieren.

Die Teilnehmer unseres Debate Clubs am Gymnasium Lehrte sind besonders engagierte Schülerinnen und Schüler, die Freude haben, komplexe Themen auf Englisch zu diskutieren, Reden zu halten und Ideen und Meinungen erfolgreich durchzusetzen und dies gilt es zu fördern.

Gerade durch internationale, europapolitische Begegnungen junger Menschen in Europa soll diese Generation unserer Schülerinnen und Schüler dazu befähigt werden, sich eine eigene Meinung zu bilden und sich aktiv am politischen und gesellschaftlichen Leben zu beteiligen, denn das Europa von morgen liegt in ihren Händen. Das EYP motiviert unsere Schülerinnen und Schüler, sich mit eigenen Ideen einzubringen und ist daher eine großartige Möglichkeit! Denn ein lebendiges Europa braucht mehr engagierte Europäerinnen und Europäer — eine bessere Möglichkeit Populismus wirksam zu demaskieren kann es nicht geben.“

Wir wünschen euch viel Erfolg in der nächsten Runde auf Zypern: Good luck, guys!

 

 

 

THE DEBATE CLUB APPLIES FOR THE

EUROPEAN YOUTH PARLIAMENT 2018

 

 

OUR INFOGRAPHICS:

Topic of the National Selection Process 2017/2018

Believe it or not: Given the constant rise of “fake news” and with the establishment of the EU EastStratCom Task Force of the European External Action Service (EEAS), what further steps can the EU take to combat misinformation on the Internet while protecting the freedom of information of its citizens?

For the past few years, the increase in so called “fake news” has been exponential and has had animpact on political campaigning and events ranging from the Brexit referendum and theimmigration crisis to the United States’ 2016 presidential elections and the Crimean conflict. Theform “fake news” take are as various as the stories told and range from politically motivated storiesto simple clickbait. They are often spread with a political narrative or agenda in mind and are spread to further fuel conflict. Distinguishing between what is published and what is true is not only hard for the individual but also for traditionally credible media outlets. They have become both active and passive accomplices in spreading false information through republishing and picking up biased stories to create traction and generate traffic in their channels of media.

Following the increase of strategic disinformation, especially coming from Russia’s ongoing campaigns, the EU East StratCom Task Force was set up to debunk “fake news”. The EuropeanCouncil tasked the High Representative in cooperation with the Member States to work on an action plan for strategic communication. The European Commission also developed a plan to facilitate extensive consultations with various stakeholders and citizens. Through this strategy, “fake news”were included in the Eurobarometer public opinion survey to get more date and measure concerns of European citizens as well as stakeholders. A colloquium was setup to find the boundaries of the issue and assess the effectiveness of implemented solutions. A High Level Group (HLG) of experts was active until March 2018 to advise on policy to counter disinformation online.

Even after those efforts were taken, strategic disinformation remains in abundance. “Fake news” arenot just an issue of domestic affairs and integrity amongst journalists but pose a threat to both national security and the democratic principles our society is founded on. Social media has become a part of most people’s day to day lives and is part of the problem of spread and the solution in control. With more than half of the Member States of the EU holding elections in the upcoming year, discussing this issue and finding long-term solutions is more needed than ever.

Exemplary Questions

  • What further action needs to be taken to combat fake news in its various forms?
  • What are the various forms of fake news and online disinformation?
  • Which institution or governmental level should be responsible to tackle such issues and hold different stakeholders accountable?
  • How can the EU and its Member States work together to improve the situation without limiting the civil liberties of its citizens?
  • With fake news often targeting social media channels, how can reliable journalism be highlighted and given more room on such platforms?Helpful LinksSection of the European Commission website on Fake News: https://ec.europa.eu/digital-single- market/en/fake-newsFinal report of the High Level Expert Group on Fake News and Online Disinformation:https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/news/final-report-high-level-expert-group-fake- news-and-online-disinformationStudy on fake news and disinformation from the European Commission’s Joint Research Centre:https://ec.europa.eu/jrc/sites/jrcsh/files/jrc111529.pdfViews of the European Commission on tackling online disinformation: https://ec.europa.eu/digital- single-market/en/news/communication-tackling-online-disinformation-european-approach

    Fact sheet by the European Commission on tackling online disinformation:

    https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/news/factsheet-tackling-online-disinformation

 

 

 

The European Youth Parliament

 

t

 

 

 

Der European Debate Club des Lehrter Gymnasiums qualifiziert sich für das Internationale Forum Yugosphere (Juni 2017)

Der European Debate Club des Lehrter Gymnasiums qualifiziert sich für das Internationale Forum Yugosphere in Bosnien-Herzegowina. Mit einer erneut beeindruckenden Leistung in der nationalen Auswahlsitzung in Wiesbaden hat sich die siebenköpfige Delegation von Schülerinnen und Schülern des Debate Clubs am Gymnasium Lehrte für die Teilnahme am Internationalen Forum Yugosphere des Europäischen Jugendparlaments in Bosnien-Herzegowina qualifiziert. Vom 01. bis 10. August werden die Schüler in Sarajevo das Gymnasium Lehrte in einer Parlamentssimulation repräsentieren.

Das European Youth Parliament (EYP) ist ein Verband, der Jugendlichen aus ganz Europa die Chance bietet, europapolitisch wichtige Fragen zu erörtern und die parlamentarischen Abläufe durch entsprechende Simulationen kennenzulernen. Die Delegation des Gymnasiums Lehrte qualifizierte sich als eine von drei Delegationen in der Regionalen Auswahlsitzung für die Nationale Auswahlsitzung in Wiesbaden. Die Auswahlsitzung (National Selection Session vom 11.-16. Juni) fand in den Räumlichkeiten der Leibniz Schule und der Dilthey Schule und im Landtag von Hessen in Wiesbaden statt und setzte sich aus drei wesentlichen Elementen zusammen: dem Teambuilding (gruppendynamisches Kommunikationstraining), der Committee Work (Ausschussarbeit) und der General Assembly (parlamentarische Vollversammlung).

In der Rückschau berichtete die Schülerin Rieke Kohn: „Während in der regionalen Auswahl der Wettbewerbsdruck noch nicht zu spüren, das Programm aber straff und erschöpfend war, konnten wir die Zeit in Wiesbaden entspannt genießen. Die parlamentarischen und strukturellen Abläufe waren uns weitestgehend bekannt, das Programm war durch die längere Dauer der Session nicht übermäßig anstrengend und den Wettbewerbsdruck konnten wir gut ignorieren. Außerdem waren die Umstände des Essens und der Schlaforte in der Jugendherberge in Wiesbaden um Einiges angenehmer und energiebringender als noch in Frankfurt die Hallenmatten und das Schulessen.
Zusätzlich konnten wir uns an vielfältigem Kulturprogramm erfreuen, welches sich von Yoga über digitale Schnitzeljagd bis Flag Football erstreckte. Im Landtag von Hessen hatten wir die Möglichkeit, vorbereitend auf die Komitee-Arbeit mit Experten über verschiedene Themen der Digitalisierung (z.B. e-Partizipation oder Digitale Transformation) zu diskutieren. In diversen europäischen Komitees erarbeiteten wir dann Resolutionen zu unserer jeweiligen Problemstellung. Während sich einige Komitees eher mit Technik oder Umwelt beschäftigten, gab es auch Schwerpunkte auf Sozialem. So konnten wir als Teilnehmer unser Wissen nicht nur über die parlamentarischen Abläufe der EU, sondern auch über Digitalisierung vielfältig vermehren.“

Der betreuende Lehrer Klaus Perk betont: „Es ist die zentrale Idee des Europäischen Jugendparlaments (EYP), unseren politisch interessierten und in der Fremdsprache Englisch gleichsam rhetorisch versierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, selbst zu erfahren, wie es wäre, wenn sie selbst die Politik der Europäischen Union praktisch gestalten, politische Verantwortung übernehmen und Ziele im politischen Prozess der Aushandlung durchsetzen können.“ Neben der Förderung fremdsprachlicher Kompetenzen ist es ferner das Ziel, auch „den interkulturellen Austausch in Europa zu fördern“ und eine Plattform für politische Debatten herzustellen, so Klaus Perk weiter.

Diesen interkulturellen Austausch werden wir d die Gruppe im August in Bosnien-Herzegowina noch stärker als zuvor in Frankfurt und Wiesbaden erleben können, da die Teilnehmer des Forums aus allen Mitgliedstaaten stammen. Die Schüler der Gymnasium Lehrte Delegation vertreten dort nicht nur die Schule, sondern auch Deutschland. Der Schüler Jonas Wilkening fasst seine Erfahrungen zusammen: „Wir freuen uns auf diese Erfahrung und bedanken uns für diese fordernde, aber wunderschöne Erfahrung, die wir beim Europäischen Jugendparlament machen durften, und bei der Schule, vor allem bei Herrn Perk, für diese großartige Möglichkeit!“

 


Sieben Schüler der Q2 für Auswahlsitzung des EYP in Frankfurt qualifiziert

 
 
 

Das Europäische Youth Parliament (EYP) ist ein Verband, der Jugendlichen aus ganz Europa die Chance bietet, europapolitisch wichtige Fragen zu erörtern und die parlamentarischen Abläufe durch entsprechende Simulationen kennenzulernen.  Vom 6.- 9. April 2017 werden wir, sieben Schüler der Q2, als Delegation an der Auswahlsitzung für das Europäische Jugendparlament in Frankfurt teilnehmen. Die erste Bewerbungsrunde fand bereits im Herbst 2016 statt und beinhaltete das Erstellen einer EU-Resolution auf Englisch zum Thema der Flüchtlingskrise. Initiiert wurde das Projekt von Herrn Perk, der die inhaltliche und insbesondere rhetorische Vorbereitung auf die Sitzung betreute.
Die Auswahlsitzung wird in den Räumlichkeiten der Berufsschule Berta Jourdan in Frankfurt am Main stattfinden. Jede Sitzung setzt sich aus drei wesentlichen Elementen zusammen: das Teambuilding (gruppendynamisches Kommunikationstraining), die Committee Work (Ausschussarbeit) und die General Assembly (parlamentarische Vollversammlung). Selbstverständlich dürfen wir uns auch auf ein Rahmenprogramm freuen, welches uns nicht nur die Möglichkeit zum politischen, sondern auch zum kulturellen Austausch (z.B. mit den internationalen Teilnehmern, oder in Form einer Stadtbesichtigung) bietet.

Schon vorher möchten wir uns bei Herrn Perk bedanken, der uns mit seinem immensen Engagement immer wieder motivierte, rhetorisch wappnete und uns sogar für Politik interessieren konnte (und das als Nicht-Politik-Lehrer!). Bei so einer positionierungsfreudigen Gruppe wie unserer Delegation, ist das eine starke Leistung, diese zusätzliche Arbeit so gutgelaunt zu erfüllen! Wir freuen uns auf die Teilnahme an der Auswahl für das Europäischen Jugendparlament, welche in jedem Fall eine sehr interessante, anstrengende, lehrreiche aber lohnenswerte Lebenserfahrung wird! (Rieke Kohn, Q2)


European Debate Club im Bundesfinale des Europäischen Jugendparlaments

 

Mit einer herausragenden Leistung in der Vorauswahl in Frankfurt hat sich unsere siebenköpfige Delegation von Schülerinnen und Schülern des Debate Clubs am Gymnasium Lehrte erstmalig für die Teilnahme am Bundesfinale des Wettbewerbs des Europäischen Jugendparlaments in Deutschland qualifiziert. Vom 11. bis 16. Juni werden sie in Wiesbaden das Gymnasium Lehrte in einer Parlamentssimulation repräsentieren.

Jugendliche simulieren die Arbeit des Europäischen Parlaments: Debattiert wird in Englisch. Die sogenannte Nationale Auswahlsitzung in Wiesbaden ist das Finale des Wettbewerbs, den das Europäische Jugendparlament in Deutschland alljährlich bundesweit austrägt. Dabei wird Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, aktuelle politische Themen zu diskutieren und parlamentarische Entscheidungsprozesse kennenzulernen.

Nachdem sich die Delegation des Gymnasiums Lehrte in der Regionalrunde in Frankfurt am Main gegen große Konkurrenz durchgesetzt hat, wird sie sich in Wiesbaden mit der Zukunft des Digitalen Binnenmarktes der Europäischen Union auseinandersetzen. Den nach Beurteilung der Jury besten Delegationen und Teilnehmenden winkt zur Belohnung die Fahrt zu einer Internationalen Sitzung im europäischen Ausland. Wir wünschen unserem Debate Club viel Erfolg.

Das Europäische Jugendparlament wird von ehrenamtlichen Jugendlichen getragen und leistet politische Bildungsarbeit im Sinne des demokratischen Austauschs auf dem europäischen Kontinent.

Bei der Austragung seines jährlichen Wettbewerbs wird es von der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland sowie der ECO Schulte Gmbh & Co. KG als Kooperationspartnern unterstützt. Für das Bundesfinale in Wiesbaden haben der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und der hessische Landtagspräsident Norbert Kartmann die Schirmherrschaft übernommen. Initiiert wurde das Projekt von Herrn Klaus Perk, der die inhaltliche und rhetorische Vorbereitung auf den prestigerechten, internationalen Wettbewerb im Rahmen des European Debate Clubs betreut.

Klaus Perk betont, dass es die zentrale Idee des Europäischen Jugendparlaments (EYP) ist, unseren politisch interessierten und in der Fremdsprache Englischen gleichsam rhetorisch versierten Schülerinnen und Schülern  die Möglichkeit zu geben, selbst zu erfahren, wie es wäre, wenn sie selbst die Politik der Europäischen Union gestalten könnten. Neben der Förderung fremdsprachlicher Kompetenzen ist ferner das Ziel, auch „den interkulturellen Austausch in Europa zu fördern“ und eine Plattform für politische Debatten herzustellen, so Klaus Perk weiter.

 

 


Erfolgreiche Teilnahme am Europäischen Jugendparlament 2015

 

Vom 5. bis zum 8. März 2015 haben wir, Fiene Kohn und Daniel Müller, Schüler des Politik-Grundkurses von Herrn Bien aus der Q2, an der Regionalen Auswahlsitzung Nord zum
Europäischen Jugendparlament in Hamburg teilgenommen. Die erste Bewerbungsrunde hatte bereits im November 2014 stattgefunden und beinhaltete das Erstellen einer EU-Resolution auf Englisch zum Thema des Transatlantischen Freihandelsabkommens TTIP. Betreut wurde das Projekt von Herrn Perk, der die inhaltliche und insbesondere rhetorische Vorbereitung auf die Sitzung koordinierte.

Das Europäische Jugendparlament ist ein Verband, der Jugendlichen aus ganz Europa die Chance bietet, europapolitisch wichtige Fragen zu erörtern und die parlamentarischen Abläufe durch entsprechende Simulationen kennenzulernen.
Zunächst wurden im Vorfeld der viertägigen Auswahlsitzung, die auf Englisch durchgeführt wurde, die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler in unterschiedliche Ausschüsse eingeteilt, die sich entsprechend ihrer jeweiligen Themenfelder mit verschiedenen Problematiken der gemeinsamen EU-Politik auseinandersetzten. Diese umfassten beispielsweise den Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (LIEBE), der die Reform des europäischen Asylrechts zur Aufgabe hatte, den Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON), welcher die Eindämmung von Kartellen verbessern sollte, sowie den Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten und Menschenrechte (AFET), der sich mit der gemeinsamen Außenpolitik der EU-Mitgliedsstaaten gegenüber Russland im Ukraine-Konflikt beschäftigte.
Wir haben uns vor allem für die europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik interessiert, da wir uns mit diesem Thema bereits im Rahmen unseres Politikunterrichts befasst haben. Dabei wurden wir zwei verschiedenen von insgesamt drei Unterausschüssen für Sicherheit und Verteidigung (SEDE I-III) zugeteilt. Während es bei SED II (Fiene) um die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU und die Diskussion um den möglichen Einsatz einer europäischen Armee in gewaltsamen Konflikten ging, stand bei SED III (Daniel) die verstärkte Kooperation zwischen EU und UNO im Mittelpunkt.

Die Auswahlsitzung selbst fand in den Räumlichkeiten des Gymnasiums Oberalster in Hamburg statt und war in zwei Abschnitte eingeteilt. An den ersten beiden Tagen fand das Teambuilding statt, bei dem es darum ging, die anderen Teilnehmer besser kennenzulernen und möglichst effektiv zusammenzuarbeiten. Es zeigte sich, dass das Europäische Jugendparlament international sehr präsent ist, so waren sowohl Schuldelegationen als auch Einzeldelegierte nicht nur aus Deutschland und anderen EU-Mitgliedsstaaten (Frankreich, Finnland, Spanien) sondern auch aus anderen europäischen Staaten (Schweiz, Türkei, Armenien) vertreten, die sich bei ihren nationalen Auswahlsitzungen durchgesetzt hatten.
Die Resolutionen wurden in den Ausschüssen zu den jeweiligen Fragestellungen der europäischen Politik gemeinsam erstellt, um darüber in der späteren Vollversammlung zu debattieren. Darüber hinaus wurde für den ersten Abend das „Euro Village“ organisiert, bei dem die Schuldelegationen traditionellen Essen aus verschiedenen europäischen Staaten (z.B. aus Schweden, Polen, Frankreich, der Schweiz, Portugal etc.) zubereiten und mitbringen sollten. Zum kulturellen Programm der Veranstaltung gehörte weiterhin eine Stadtbesichtigung Hamburgs.

Die General Assembly fand am Samstag und Sonntag statt und besaß eine feste Tagesordnung. Sämtliche in den Ausschüssen entworfenen Resolutionen wurden der Reihe nach von den Schülerinnen und Schülern aus den Ausschüssen zunächst kurz vorgestellt und befürwortet und anschließend zur offenen Diskussion freigegeben. Abschließend stimmten alle Teilnehmer der Versammlung über die Annahme bzw. Ablehnung der Resolution ab.
Da die Resolutionen bereits am Tag zuvor abgedruckt und allen Teilnehmern ausgehändigt wurden, konnte sich jeder rechtzeitig auf die anderen Themen und Argumente vorbereiten und „Attack speeches“ entwerfen, in denen die ‚gegnerischen‘ Resolutionen als unzureichend dargestellt werden konnten. Die offene Debatte selbst bot die Möglichkeit, sich spontan zu äußern und direkt auf die Beiträge anderer Bezug zu nehmen. Die Schwierigkeit für den jeweils vorstellenden Ausschuss bestand darin, die eigene Resolution argumentativ zu verteidigen und möglichst viele der generischen Argumente und Kritikpunkte zu entschärfen.
Im Anschluss an die offene Debatte konnten die Mitglieder des Ausschusses ihre Position noch einmal zusammenfassen und zur Zustimmung aufrufen, bevor schließlich abgestimmt wurde. Zwar wurde die Mehrheit der Entwürfe abgelehnt, doch es wurde deutlich, dass sich die meisten Ausschüsse intensiv mit ihrer Thematik auseinandergesetzt hatten.

Insgesamt war die Teilnahme am Europäischen Jugendparlament in jedem Fall eine sehr interessante und lohnenswerte Lebenserfahrung, bei der neben der inhaltlichen und politischen Herausforderung auch persönliche Kontakte geknüpft werden konnte. Daher können wir dieses Projekt auch sehr an andere Schüler weiterempfehlen und möchten uns gleichzeitig dafür bedanken, dass wir darüber informiert und uns die Teilnahme seitens der Schule ermöglicht wurde.