2020 – Debate Club bei der UN in New York

New York

Concrete jungle where dreams are made of

There’s nothing you can’t do

Now you’re in New York

These streets will make you feel brand new

Big lights will inspire you

Alicia Keys Hymne auf New York im Ohr erkundet der Lehrter Debate Club unter der Leitung von Klaus Perk auch in diesem Jahr die imposanten Hochhaus-Schluchten in Manhattan und die Hauptstadt Washington. Für uns, die Mitglieder des European Debate Clubs, ist die erneute Teilnahme an der United Nations Model 2020 in den Vereinigten Staaten von Amerika eine unvergessliche Erfahrung.

Den frischgedruckten Debate Club Hoodie angezogen, ESTA-Visum, Flugticket, Reiseausweis, Teilnahmebestätigung der UN, Hotelbuchungen eingepackt— alles dabei, um ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu fliegen. Dass ebendiese Möglichkeiten in den USA vielleicht doch nicht ganz so unbegrenzt sind, merkten wir an der langen Kontrolle unserer ganzen Dokumente und dem nicht ganz so minimalistisch ausgerüsteten Sicherheitspersonal am Flughafen. Nachdem dann jeder seinen Koffer eingesammelt hatte, ging es mit einer rasanten Taxifahrt ins Herz von Manhattan, durch ein nicht enden wollendes Lichtermeer bis zu unserer Unterkunft, dem Hilton Midtown Manhattan Hotel, um nach intensiver Vorbereitung endlich starten zu können.

Das Video zum Projekt:

Let’s debate:

„Globale Herausforderungen sind ohne die UN nicht zu bewältigen“,

Christoph Heusgen, deutscher UN-Botschafter in New York.

Für uns — so erläutert Klaus Perk — ist es von zentraler Bedeutung, dass unsere Schülerinnen und Schüler sich aufgeklärt politisch engagieren, indem sie sich für ihre Ideale und ihre Überzeugungen einsetzen. Gerade als aktive Europaschule und als Botschafterschule des EU Parlaments ist es unser Ziel, im engen Austausch mit dem EU Parlament und der UN und den wichtigen politischen Akteuren zu stehen, um unseren Schülerinnen und Schülern nicht nur die Freunde am Debattieren und an der Politik zu wecken, sondern auch die Mechanismen und Spielregeln der politischen Praxis in den Parlamenten und Gremien zu zeigen.

Im aktuellen UN-Projekt NHSMUN 2020 schlüpft unser Debate Team mit den anderen insgesamt 3000 Schülerinnen und Schülern aus zahlreichen Ländern in die Rolle von Politikerinnen und Politikern bei den Vereinten Nationen, um auf die drängenden politischen Herausforderungen unserer Zeit gemeinschaftlich Lösungen auszuhandeln. Die Schülerinnen und Schüler bereiten Positionspapiere vor, halten Reden und debattieren in Konferenzen und schließlich im Raum der UN Generalversammlung, um die Interessen ihres zugelosten Landes — in unserem Falle Haiti — zu repräsentieren. Die dabei verabschiedeten Resolutionen werden im Anschluss den Profipolitikern vorgestellt und intensiv beraten. Einige der Beschlüsse haben nun die Chance, auch tatsächlich umgesetzt zu wurden.

Schon die vorbereitende Arbeit in den Gremien vor der Vollversammlung ähnelte derjenigen Arbeit in den Ausschüssen der Vereinten Nationen. Gerade das sei eine Herausforderung gewesen – auch wenn wir uns wöchentlich im Debate Club des Lehrter Gymnasiums ein Jahr lang vorbereitet hätten.

Nils Domenz:

Ich wollte unbedingt teilnehmen, weil NHSMUN mir eine Vielzahl an Möglichkeiten bietet. Einmal war mir das Debattieren mit Schülern aus der ganzen Welt wichtig, um auch seine eigenen Fähigkeiten mit denen andere Schüler und Schülerinnen weltweit vergleichen zu können. Außerdem waren der Austausch mit eben diesen Schülern, der Besuch des UN-Gebäudes, wie auch die Reise nach New York und Washington Faktoren, dir mich dazu bewegt haben an diesem Projekt teilzunehmen.

Trotz harter inhaltlicher Arbeit wollte der Debate Club natürlich auch ihre Reiseziele kennenlernen. In New York schossen wir Fotos an der Freiheitsstatue, der Brooklyn Bridge auf dem Broadway, dem Times Square und wir genossen den Ausblick vom One World Trade Center und dem Rockefeller Center und bestaunten im Museum für Moderne Kunst bekannte Werke.

Während unserer drei Tage in Washington beeindruckte uns insbesondere die vielen politischen Institutionen und zeitgeschichtlichen Monumente: So standen wir an der Stelle, wo Martin Luther King seine berühmte „I Have a Dream“-Rede hielt, die Rede, die wir im Debate Club behandelt hatten, wir verweilten vor dem Grab John F. Kennedys, dem Präsidenten, der den Deutschen auf beiden Seiten der Berliner Mauer Hoffnung gab,und wir erhaschten einen Blick auf das Original der US-amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776.

Beeindruckend war natürlich auch das Weiße Haus, wenn auch leider nur von außen. Dafür schafften wir es aber nach erneut amüsant-aufwendigen Sicherheitskontrollen in das Innere des Capitols — der Herzkammer der amerikanischen Demokratie. Ohne den kostenlosen Kaffee in unserer Hotellobby hätten wir das ambitionierte Programm nicht geschafft.

Nils Domenz:

Beide Städte — New York und Washington D.C. — sind komplett unterschiedlich, aber auf ihre eigene Art besonders. Washington hat zum Beispiel, trotz seiner Größe, sehr ruhig gewirkt, was mir sehr gefallen hat. Das Sightseeing generell hat tiefe, nachhaltige Eindrücke hinterlassen, die ich so schnell nicht vergessen werde.

Das Projekt war auch für den Debate Club die nunmehr zweite Teilnahme bei der UN in New York — diese Teilnahme ist für unsere Schule ein besonders Privileg, da wir uns als eine von nur drei deutschen Schulen mit den besten High Schools aus aller Welt messen können. Auch im nächsten Jahr werden wir ein schlagfertiges Team zusammenstellen, um weitere Schülerinnen und Schüler für die praktische Politik zu begeistern. Denn: Es lohnt sich, sich politisch zu engagieren.

Unterstützt wurde der Debate Club von Lehrter Lions Club, den Stadtwerken Lehrte, dem EU-Abgeordneten Bernd Lange (SPD), und den Bundestagsabgeordneten Frau Dr. Flachsbarth (CDU) und Dr. Miersch (SPD) — vielen Dank für Ihre Unterstützung. Ohne Ihre Hilfe wäre dies nicht möglich.

2019 — Der Debate Club nimmt erstmalig an der NHSMUN in New York teil

Debattieren in dem Saal, in dem die Generalversammlung der United Nations (UN) stattfinden, dieses unglaubliche Szenario wurde für sechs Schülerinnen und einen Schüler  vom Debate-Club des Gymnasiums Lehrte und ihren Leiter Klaus Perk zur Wirklichkeit. Ermöglicht hatte dies die Teilnahme an dem Projekt: National High School Model United Nations (NHSMUN). Jede Gruppe bekommt im Vorfeld ein Land zugewiesen, für dessen Interessen sie eintreten muss. Positiv abgestimmte Anträge wurden in der Vergangenheit auch schon den „echten“ Politikern vorgelegt und zum Teil verwirklicht. Neben den touristischen Highlights von New York nahm die Lehrter Gruppe  auch die Sehenswürdigkeit von Washington in Augenschein.

Konstantin Klenke berichtete hierüber in der HAZ:

 Gymnasiasten debattieren bei den UN

 Oberstufenschüler schlüpfen in New York in die Rolle von Politikern

Great, amazing, wonderful – großartig, toll und wunderbar: So beschreibt Katharina Wilkending, Oberstufenschülerin am Gymnasium Lehrte, ihre Teilnahme am internationalen Projekt National High School Model United Nations (NHSMUN). Zusammen mit sechs Mitschülern und Lehrer Klaus Perk hatte es sie für zehn Tage nach New York und Washington geführt.

„Bei dem Projekt schlüpfen Schüler aus zahlreichen Ländern in die Rolle von Politikern bei den Vereinten Nationen und stellen deren Arbeit nach“, erläutert Perk, der die Gymnasiasten auf das Projekt vorbereitet hat. „Die Schüler bereiten dann Positionspapiere vor, halten Reden und debattieren in Konferenzen.“ Und das tun sie natürlich auf Englisch.

Authentischer hätte das kaum funktionieren können: Den letzten Tag des Projekts verbrachten die sieben Gymnasiasten sogar in dem Saal, in dem sich einmal im Jahr echte Politiker zur Generalversammlung der UN treffen. Insgesamt etwa 3000 Teilnehmer stellten dort auch eine solche Generalversammlung nach. Die dabei verabschiedeten Resolutionen kommen jetzt den Profipolitikern zu. „Es gab schon Beschlüsse, die später tatsächlich umgesetzt wurden“, betont Perk.

Schon die Arbeit vor der Vollversammlung ähnelte derjenigen der echten Vereinten Nationen. Gerade das sei eine Herausforderung gewesen, meinte Teilnehmerin Serafine Schiele – auch wenn sie und ihre Mitschüler sich im sogenannten Debate Club des Lehrter Gymnasiums ein Jahr lang vorbereitet hätten.  „Die Vereinten Nationen haben eine ganz eigene Sprache und ein kompliziertes System mit festen Abläufen – beides versteht man zu Anfang noch gar nicht. Insgesamt hat es aber großen Spaß gemacht.“ Eine zusätzliche Herausforderung sei gewesen, dass jede Schule in dem Projekt nie die Interessen ihres eigenen Landes vertreten dürfe. „Wir haben Burundi zugeteilt bekommen und haben uns intensiv damit auseinandergesetzt.“ Die Schüler hätten sich auf unterschiedliche Komitees aufgeteilt, in denen sie Burundi zu einem bestimmten Thema vertreten haben.

Trotz harter inhaltlicher Arbeit wollten die Gymnasiasten natürlich auch ihre Reiseziele kennenlernen. In New York schossen sie Fotos an der Freiheitsstatue, genossen den Ausblick vom One World Trade Center und bestaunten im Museum für Moderne Kunst bekannte Werke. Auch Washington besuchten sie. „Außerdem haben wir eine amerikanische Highschool kennengelernt, mit einem Schüler habe ich noch Kontakt“, schwärmt Teilnehmerin Katharina Wilkending.

Das Projekt war auch für Lehrer Perk ein Novum: „Ich habe unsere Teilnehmer noch als Fünftklässler in Erinnerung – es ist toll, wie sie sich jetzt entwickelt haben.“ Auch künftige Schülergenerationen sollten am NHSMUN teilnehmen, sagt Perk.

Debate Club nimmt im März in New York an UN-Modell-Debatte teil

Momentan laufen die Vorbereitungen des Debate-Clubs von Klaus Perk auf Hochtouren. Die sieben Schüler, die im März in New York als Delegation antreten, arbeiten sich in Zusammenhänge ein, die das Land Burundi betreffen. Dieses Land sollen sie in einer Modell-Debatte im originalen UN-Gebäude in New York vertreten.

In der HAZ vom 09.01.18 schrieb Katja Eggers folgenden Text:

Gymnasiasten debattieren in New York

Sieben Lehrter Schüler nehmen an Planspiel der Vereinten Nationen teil

Sieben Schülern des Lehrter Gymnasiums stehen aufregende Tage bevor: Vom 4. bis zum 13. März werden sie mit ihrem Lehrer Klaus Perk in die USA reisen und dort am Projekt United Nations Model 2019, einer Art Simulationsspiel, teilnehmen. Ziel ist es, das komplexe Handeln der Vereinten Nationen kennenzulernen.

Um die Arbeitsweise und das diplomatische Prozedere zu verstehen, schlüpfen die Schüler in die Rollen von UN-Delegierten und setzen sich für die Interessen eines Landes ein, das ihnen vorgegeben wurde. „Wir vertreten Burundi“, sagt Serafine Schiele, eine der teilnehmenden Gymnasiastinnen. Zusammen mit Delegierten von Schulen anderer Länder werden die Lehrter im UN-Hauptgebäude in New York Kommissions- und Plenarsitzungen simulieren, dabei Vorträge halten, debattieren, um Formulierungen ringen, abstimmen und Resolutionen verfassen. Sie lernen dabei unter anderem, wie wichtig Verhandeln, Kompromisse, Diplomatie und das Verständnis für andere Völker sind. Kommuniziert wird natürlich auf Englisch.

Derzeit bereiten die Zwölftklässler die Reise vor: Sie erarbeiten die nötigen Vokabeln und recherchieren Informationen über Geschichte, Kultur, Religion, Politik und Wirtschaft des ostafrikanischen Staates, den sie vertreten. Serafine beschäftigt sich etwa mit den Themen Frauenrechte und nachhaltige Landbewirtschaftung in Burundi. Mitschülerin Kaja Klenke kümmert sich um die Themen Waffenrückstände und Dekolonisation. „Das ist viel Arbeit, macht aber Spaß – mit Burundi hätten wir uns ansonsten vermutlich kaum beschäftigt“, sagt Serafine.

Die sieben Schüler, die im März in New York als Delegation antreten, gehören am Gymnasium dem Debate Club an. Die 16-köpfige Arbeitsgemeinschaft trifft sich einmal wöchentlich für 45 Minuten mit Lehrer Klaus Perk, um auf Englisch zu diskutieren, Rhetorik zu lernen und sich Wissen über Institutionen, Verantwortliche und politische Zusammenhänge zu erarbeiten. Um den USA-Aufenthalt vorzubereiten, reicht die AG jedoch bei Weitem nicht aus. Die Schüler treffen sich daher auch noch in ihrer Freizeit.

Die Ideen und Lösungen, die die Schüler bei den Konferenzen erarbeiten, gehen nach dem Planspiel den Botschaftern der jeweiligen Länder zu. „Was dann daraus wird, wissen wir natürlich nicht“, sagt Perk. Das sei aber auch nicht das Wichtigste. Die New-York-Reise biete vielmehr die Möglichkeit, die Schüler für die Idee der Vereinten Nationen zu begeistern.

Darüber werden die Schüler auch Freizeit haben und sich die Freiheitsstatue und den Freedom Tower ansehen. Ein Besuch im Weißen Haus in Washington steht ebenfalls auf dem Programm. (Katja Eggers)

2019:

European Debate Club fliegt zu den United Nations nach NEW YORK und WASHINGTON D.C.

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